Das Gehör

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Warum ist Hören so wichtig für die Kommunikation?

Wie bitte? Das Gehör als Grundlage der Kommunikation

Im Unterschied zu den anderen Sinnen ist Hören ein sozialer Sinn – durch ihn teilen wir uns mit und erfahren gleichzeitig, wie andere denken und fühlen. Denn neben der eigentlichen Botschaft, die Sprache transpor­tiert, spielen die Begleitinfor­mationen auf emotionaler und sozialer Ebene eine große Rolle für das Verständnis. Schließlich macht der Ton die Musik. Feine Nuancen wie Ironie, Erstau­nen, Zögern, Zustimmung oder Ablehnung vermittelt Sprache quasi nebenbei. Diese Fähigkeit erscheint den meisten Menschen völlig selbstverständlich. Doch eine Verschlechterung des Hörvermögens kann die Teilnahme am aktiven Leben erheblich einschränken.

Wo bitte? Das Gehör als Grundlage der Orientierung

Nicht nur im Gespräch fühlen sich die Betroffenen unsicher, sondern auch im Straßenverkehr, beim Sport und auf der Reise. Da unsere Augen eben nicht überall sind, übernimmt das Gehör eine wichtige Warn- und Orientierungsfunktion. Wer nicht hört, ist Gefahren schutzlos ausgeliefert, weil er die herannahende Straßenbahn überhört bzw. nicht weiß, aus welcher Richtung sie kommt und wie weit sie entfernt ist. Gerade im Dunkeln oder inmitten einer Menschenmenge dient das Richtungshören als wichtige Orientierungshilfe.

Wie hören wir und warum wird das Gehör im Alter schlechter?

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  • Der Schall wird von der Ohrmuschel eingefangen, über den Gehörgang weitergeleitet und bringt das Trommelfell zum Schwingen.
  • Über Hammer, Amboss und Steigbügel – die kleinsten Knochen im menschlichen Körper – wird der Schall verstärkt und zum Innenohr übertragen.
  • Hier befindet sich die mit Flüssigkeit gefüllte Hörschnecke (med.: Cochlea). Die feinen Haarsinneszellen an der Innenseite der Cochlea bewegen sich mit den Schwingungen und wandeln die Schallwellen in Nervenimpulse um, die an das Gehirn gesandt werden. Dort werden sie verarbeitet und identifiziert. Im Innenohr liegt übrigens auch das Gleichgewichtsorgan, dank dessen wir mit geschlossenen Augen wissen, in welche Richtung wir uns bewegen oder in welcher Lage sich unser Körper befindet.

Krankheitsbild Altersschwerhörigkeit

Kleine Kinder verfügen über den größten Frequenzumfang. Je älter wir werden, desto schlechter wird unser Gehör. Wir nehmen hohe Töne nicht mehr richtig wahr und können Kon­sonanten wie S, T, K und P nur schlecht voneinander unter­scheiden. Diese sind jedoch wichtig für das Sprachverständnis, weshalb Menschen mit einer Hörminderung oft sagen, dass sie zwar hören, aber nicht verstehen, was gesagt wird. Neben dem Verlust von Sinneszellen im Innenohr (peripherer Hörverlust) sind auch die langsamere Verarbeitung akustischer Informati­onen und ein Rückgang der Gehirnsubstanz (zentraler Hörver­lust) für Hörminderungen im Alter verantwortlich.

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Die DSL hat eine Informations-broschüre zum Thema "Schwerhö-rigkeit" herausge-geben, um über die Ursachen und Folgen von Hörminderungen zu informieren und moderne Lösungen zum Ausgleich des Hörverlusts vorzustellen.

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